Lieblos: Weil Liebe zu schwer ist

Lieber lieblos, weil viel mehr heutzutage nicht mehr machbar ist. Was mich in letzter Zeit beschäftigt, möchte ich in meinem mittlerweile siebten Blog-Beitrag erläutern. In der letzten Folge ging es um wirkliche Liebe. Heute will ich zur Abwechslung eine ganz andere und mehr kritische Richtung einschlagen. Gerne würde ich mich abschließend auch über deine Meinung zum folgenden Thema freuen.

Lieblosigkeit

Der einzelne in der MasseObwohl das Maß sich nicht verändert hat, scheint die Zeit doch immer schneller zu vergehen: Alles im Wandel, alles neu und alles anders. Ehe man sich versieht, ist das, was einst gültig und gegeben war, veraltet und unbrauchbar. Erwartet wird von uns, dass wir immer „up to date“ sind, während die Informationsflut immer größer wird. Dabei zählt immer mehr der Nutzen und der Zweck, welcher uns immer öfter lieblos vor die Füße geknallt wird.

Aufwand zu Groß

Massenmedien, alles im Übermaß und im Überfluss. Datenbanken, Mailinglisten – für Individuelles fehlt uns mittlerweile jene Zeit so sehr. Unpersönliche Newsletter, Werbe- und Spammails. Automatisierte Texte und leere Phrasen, die in manchen fällen einfach nicht passen: „Jetzt hier…“, „Heute bei uns…“, „Greifen Sie zu Herr/Frau XY…“ – wir kennen Sie zwar nicht, aber wir tun einfach mal so. Das ist immer öfter egal und das ist immer öfter auch legal. Warum nicht alles über einen Kamm schären? Wer individuell handelt verliert Zeit und wer Zeit verliert, verliert Geld.

Ertrinken

Die Flut wird immer größer, der Filter versagt. Warum wird das alles zu viel? Wir können nicht mehr alles lesen, was vielleicht wirklich und auch berechtigterweise wichtig ist. Andererseits müssen wir das tun, wenn wir unseren Zielen näher kommen wollen. Fehlende Transparenz in Gesetzen – von eindeutigen und klaren Definitionen nimmt man Abstand, um im Einzelfall bewerten zu können. Wenn es ums Geld geht, zählt plötzlich wieder der Einzelfall, doch ist jener Einzelfall mittlerweile vielleicht auch ein Opfer der Masse geworden…

Wie es recht ist

Wollen wir genaue und persönliche Auskunft, könnte ein Griff zum Telefon helfen – doch nur, nach einer Warteschleife und hohen Gebühren gibt es Informationen. Diese sollten dann wenigstens verlässlich sein, doch nein: Sie sind es nicht immer. So denkt man: So ist es – doch so ist es eben nicht ganz. Ins Fettnäpfchen getreten? Tja, wenn es ums Geld geht, ist man dann jener Einzelfall, der den Filter gegen die Flut falsch eingestellt hat. Pech gehabt, denn wen interessiert das? Ein empörter Nachrichtenartikel, der uns Außenstehende für vielleicht 5 Minuten darüber zum Nachdenken bringt? Zeitung weggelegt, Fenster geschlossen: Weitermachen!

Auch egal

Lieblos und zweckdienlich finden immer mehr Inhalte ins Netz. Nicht, weil dem Ersteller so viel daran liegt, sondern weil es ums Geld geht…

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